Reformationsreise vom 15.07.2017 bis 22.07.2017

Das Team (Foto: Theo Wilhelm )

Am frühen Samstagmorgen stand der weinrote Reisebus bereits vor der reformierten Kirche Uetikon, als sich eine Gruppe von etwa 20 interessierten Reisenden einfand. In Hombrechtikon stiegen weitere 11 Reisegäste zu und die lange Reise in den Norden Deutschlands nahm ihren Anfang.
Theo Wilhelm ,
Da diese Reise auch bei Kultour-Reisen ausgeschrieben war reisten auch Teilnehmer aus Cham, Winterthur, Hasle-Rüegsau, Lützelflüh und Wald mit nach Norddeutschland.

Der erste Aufenthalt im malerischen Rothenburg ob der Tauber, etwa auf halbem Weg nach Leipzig, begann mit einer Stadtführung und Besichtigung des um 1500 entstandenen Riemenschneider-Altares und endete nach dem Abendessen mit einem Stadtumgang und den unterhaltsamen Erklärungen des Nachtwächters.

Weiter ging’s am Sonntag über die Fränkische Schweiz nach Leipzig. Auf einem freien Stadtrundgang konnte man sich einen Eindruck von der Umgebung der Thomaskirche verschaffen wie etwa das Apothekenmuseum, Bachmuseum oder anderer historischer Bauten. Der Gottesdienst mit 3 Chören des 1. Internationalen Chorfestivals beschränkte sich aus unerklärlichen Gründen auf den Gottesdienst.

Der Montag war ganz auf die Spuren von Luther und Bach ausgelegt und den Goethe nehmen wir auch noch dazu. Frau Rüdiger führte uns mit ihren lebendigen Erzählungen von Ort zu Ort. Am Ende durfte der Besuch des Stasi-Museums nicht fehlen.

Unser Chauffeur Uli Hassel brachte uns am Dienstag nach Wittenberg, eine der bekanntesten Wirkungsstätten von Martin Luther. An der Schlosskirche zu Wittenberg soll Luther seine 95 Thesen angeschlagen haben. In der Stadtkirche wo Luther über 2000 Predigten gehalten hatte befindet sich ein prächtiger Cranach-Altar. Auf dem Heimweg war ein Halt in Torau geplant wo in der Stadtkirche St. Marien Luthers Ehefrau Katharina von Bora begraben liegt. Mit der Schlosskirche von Schloss Hartenfels wurde 1544 der erste protestantische Kirchenbau eingeweiht. Uli chauffierte uns über Landstrassen durch die weiten Kornfelder Thüringens. Vorbei an grösseren und kleineren Windkraftanlagen (5-50 Windräder pro Feld) zurück nach Leipzig.

Über Eisleben führte unser Weg am Mittwoch weiter nach Weimar. In Eisleben, Luthers Geburts- und Sterbeortes, fanden wir die einzige Lutherstatue wo Luther eine Kopfbedeckung trägt. In der Petri-Pauli-Kirche war Luther’s Taufstein und das in den Boden eingelassene Ganzkörper-Taufbecken von besonderem Interesse. In Weimar angekommen führte uns Frau Rögner an den Häusern, Statuen und Büsten von verschiedenen Berühmtheiten wie Goethe, Schiller, Bach, Listz und Puschkin vorbei, bis wir schliesslich unsere Zimmer im Hotel Leonardo beziehen konnten.

Eisenach und die Wartburg darf natürlich auf so einer Reise nicht fehlen. Nachdem Luther auf seinen Thesen bestand und als vogelfrei erklärt wurde, liess Kurfürst Friedrich der Weise Luther entführen und auf die Wartburg bringen. Hier hat Luther das Neue Testament ins Deutsche übersetzt. Nach dem Besuch der Luther Sonderausstellung im Lutherhaus wurde uns im Bach-Haus ein besonderer Leckerbissen angeboten. Auf besonders alten Instrumenten vorgetragen, durften wir den Klängen von Bachs Kompositionen lauschen.

Der letzte Ausflug sollte uns von all den grossen Persönlichkeiten etwas ablenken. Im Naturpark Hainich hatten wir die Gelegenheit auf einem Baumkronenpfad die Weiten des Thüringer Landes zu geniessen. Auf dem Rückweg nahm eine kleine Gruppe die Gelegenheit war die KZ-Gedenkstätte Buchenwald auf dem Ettersberg zu besuchen. Auch dies ein Erlebnis, das stark berührt. Es ist eine ganz andere Empfindung als nur davon zu lesen oder zu hören.

Die Rückfahrt über Schweinfurt, Würzburg und Stuttgart dauerte gute acht Stunden und gab uns die Gelegenheit die vielen Eindrücke von historischen Gebäuden, Kirchen, gewaltigen Orgeln und guten Gesprächen in der Gruppe zu verarbeiten.

Den Begleitern und Organisatoren Jürg Kaufmann und Markus Berweger aus Uetikon und Eva Blöchliger aus Hombrechtikon sei an dieser Stelle für die gute Organisation und kompetente Betreuung herzlich gedankt. Nicht zu vergessen unser Chauffeur Uli Hassel, der uns mit interessanten und amüsanten Kommentaren zu unterhalten wusste und uns sicher von Ort zu Ort brachte.


Theo Wilhelm 24.07.2017
Bereitgestellt: 11.09.2017    
aktualisiert mit kirchenweb.ch